
Wir tranken hauptsächlich Vodka und Rum aus Eimern und das nicht zu knapp.
Einmal saß ich 5 Stunden mit meinem chilenischen Kumpel im Ozean, bei seichtem Wasser, angenehm warmer Sonne und einer Rundumbedienung. Eine kleine Französin, mit der wir reisten, brachte uns unentwegt Bier in großen Flaschen. Wir ließen uns nach Strich und Faden zulaufen. Es war ideal, wir saßen in angenehm leicht erfrischendem Wasser, mit kühlem Bier und Sonnenbrille. Wir brauchten uns keinen Millimeter zu bewegen... und die Toilette hatten wir ja auch da ... um uns herum.
So tranken wir und tranken. Nach einer Weile bekamen wir sogar ein paar Gäste, vier Hunde, die nicht sonderlich schön aussahen, aber brennend an unserer Freundschaft interessiert waren. Als sie kamen, fingen sie gleich an, sich so richtig schön Scheisse zu benehmen.
Ich denke, sie waren auf der Suche nach Alkohol!
Einer der Hunde, der kleinste, hatte seine Vorderpfoten auf dem Bauch meines Kumpels und hechelte ihn mit seinem schlechten Atem voll.
Ich vermutete sofort, er sei der Boss, er hatte so diesen gewissen Blick, wie er uns anschaute. Ich wurde ihm gegenüber misstrauisch, ich hatte genügend Bud Spencer und Terence Hill Filme gesehen, um zu wissen wie man von einem Ganoven angeschaut wird.
Im übrigen waren wir auch ziemlich betrunken und kaum noch in der Lage aufzustehen.
Die drei anderen Hunde waren relativ groß, zwei davon männlich und einer weiblich.
Sie sahen alle nicht sonderlich schön aus, waren sie doch nur ein paar Straßenköter an einem wunderschönen Strand in Thailand. Bei den zwei männlichen dachte ich sofort an Bodyguards des Kleinen auf dem Bauch meines Kumpels. Der weibliche Hund muss dann so etwas wie ein Flittchen für alle drei gewesen sein. Wie sich kurze Zeit später auch herausstellte. Plötzlich fing einer der Bodyguards an, mit dem Flittchen zu poppen.
Wir saßen da und lachten uns kaputt. Waren sie doch genau zwischen uns als es geschah.
Aber der Boss fand das nicht so lustig und ging kurz dazwischen. Es ging ganz schnell, ein- zweimal gebellt und ein kurzer Warnbiss und alles war vorbei.
Der zweite Bodyguard widmete sich derweil ganz anderen Dingen. Er muss Alkoholiker gewesen sein, er war brennend an dem Bier meines Kumpels interessiert. Er schlabberte das Bier weg wie nichts.
Im Nachhinein vermute ich, dass die Hunde das alles geplant hatten, wußten sie doch wir trinken Bier!
Sie versuchten erst uns einzuschüchtern, mit bösen Blicken und schlechtem Atem und als sie merkten, dass das nicht funktioniert, wurden sie plötzlich zu Schauspielern. Nachdem wir kein Bier mehr hatten, verschwanden sie relativ schnell in Richtung Strand, um dort weitere Geschäfte und Gaunereien abzuziehen.
Mit Neid mussten wir feststellen, daß diese edlen Geschöpfe genau wussten wie - und ein besseres Leben als wir führten. Sie gaben einen Scheiss auf alles! Sie hatten Sex, jede Menge Alkohol und das alles an einem wunderschönen Strand mit ganzjährig 27-40 Grad Celcius.